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Details zum Konzert am Samstag, 18. Februar 2012

„Die Messe ist gut, aber nicht in dem Styl componirt, den der Kaiser liebt”. Mit diesen Worten schickte der Wiener Hofkapellmeister Joseph Eybler, der Nachfolger Antonio Salieris, Franz Schubert die Noten seiner As-Dur-Messe zurück, ohne dass es zuvor zu einer Aufführung am Hof gekommen wäre. Glücklicherweise hat das heutige musikliebende Publikum einen besseren Geschmack als seinerzeit der Kaiser. Es schätzt Schuberts Werk als eine Meisterleistung und stellt es in eine Reihe mit den anderen großen Vertonungen des lateinischen Mess-Textes wie z.B. Bachs h-Moll-Messe oder Beethovens Missa solemnis. Dass Schuberts As-Dur-Messe einem breiten Publikum bekannt wurde, lag auch an Johannes Brahms, der als einer der Ersten das Werk 1874 im Wiener Musikverein aufführte.

Neben Messen hat Schubert zahlreiche kleinere Kirchenmusiken geschrieben. Zu ihnen gehört auch das Magnificat in C-Dur, das Schubert mit 18 Jahren komponiert hat – ein dreiteiliges Werk, das mit Oboen, Fagotten, Pauken und Trompeten festlich besetzt ist und ebenso wie die As-Dur-Messe Partien für vier Gesangssolisten vorsieht.

Wie viele unvollendete Werke – etwa Bachs „Kunst der Fuge“ oder Mozarts „Requiem“ - ist auch Schuberts Symphonie in h-Moll, die sogenannte Unvollendete, von vielen Mythen umrankt. Das zweisätzige Werk blieb Fragment – ob von Schubert letztlich gewollt oder nicht, ist bis heute unklar. Klar für Musikliebhaber ist aber, dass es sich hier um ganz große Musik handelt.

Dirigent des Konzertes am 18. Februar ist Hansjörg Albrecht. Der Leiter des Münchner Bach-Chor hat in den vergangenen Jahren den Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Chor in zahlreichen Konzerten dirigiert. Auch bei der Aufführung der h-Moll-Messe von Bach am 11. Juni 2012 wird er wieder am Pult stehen.

Der Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Chor, Hamburgs renommierter Konzertchor, hat im Laufe seiner Geschichte wohl alle bedeutenden Messen und Oratorien gesungen – nur die As-Dur-Messe von Schubert fehlte noch. Dieses Defizit wird jetzt ausgeglichen.

Drei der vier Gesangssolisten treten bei dem Schubert-Konzert zum ersten Mal beim CPE-Bach-Chor auf. Anders Wilhelm Schwinghammer: Er hat bei verschiedenen Anlässen – u.a. bei Ballett-Produktionen John Neumeiers – bereits mit dem CPE-Bach-Chor zusammengearbeitet und ist dem Chor eng verbunden.

Die Hamburg Sinfonietta setzt sich aus freiberuflich wirkenden Musikern und Angehörigen des NDR-Sinfonieorchesters und des Philharmonischen Staatsorchesters zusammen. Das Ensemble trat beim CPE-Bach-Chor das letzte Mal bei der Aufführung der Johannes-Passion von Bach im April 2011 auf.

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